Band XIV: Die unantastbare Würde des Menschen in unserer aus den Fugen geraten(d)en Welt
Band XIV stellt die Würde des Menschen ins Zentrum und gibt Orientierung in einer aus den Fugen geratenen Welt. Historische Perspektiven und Wertefragen werden mit aktuellen Spannungsfeldern verbunden. Ein philosophischer Band, der zum reflektierten Handeln anregt.
Band XIV der Weltgeschichte:
Die unantastbare Würde des Menschen in unserer aus den Fugen geraten(d)en Welt
Band XIV der Weltgeschichte betrachtet die Würde des Menschen im Wandel der Weltordnung und in einer aus den Fugen geraten(d)en Welt. – Ein nachdenklicher Band, der Orientierung gibt, Werte schärft und zum reflektierten Handeln anregt, klar und nah, zugleich philosophisch kompakt.
Bereits im frühen Judentum und im Christentum finden sich Grundzüge der Idee der „Menschenwürde“. Gemäß Artikel 1 des Grundgesetzes (GG) bildet die „Menschenwürde“ das Fundament unserer Verfassung und ist das oberste ethische und rechtliche Leitbild der Bundesrepublik Deutschland. Der Artikel steht bewusst an der ersten Stelle des Grundgesetzes und bestimmt, dass der Mensch im Mittelpunkt des Staates steht und nicht der Staat über dem Menschen.
Dieser Artikel prägt auch das Menschenbild des Verfassers mit drei Dimensionen: Die Würde des Menschen ist unantastbar und muss vom Staat aktiv geschützt werden; sie ist der oberste Wertmaßstab: Der Staat existiert um des Menschen willen, nicht der Mensch um des Staates willen. Die unantastbare Würde ist mit den universellen Menschenrechten als Basis für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt verknüpft. Alle staatlichen Gewalten sind unmittelbar an die nachfolgend geregelten Grundrechte gebunden.
Im Grunde folgt der Verfasser damit seinem großen Vorbild und Ur-Mitglied seiner Familie, dem Renaissance-Philosophen Giovanni Pico della Mirandola (*24.02.1463; †17.11.1494). Dieser stellte an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit angesichts eines veränderten Selbstverständnisses erneut die Frage nach dem Wesen des Menschen und seiner Stellung in der Welt gestellt. Geprägt durch den Humanismus und die Renaissance, rückte der Mensch als vernunftbegabtes, schöpferisches Individuum in den Mittelpunkt. Dabei entwickelte er bahnbrechende Einsichten zum Selbstverständnis des Menschen, von einer gottgegebenen, starr geordneten Welt hin zu einem selbstbewussten Individualismus sowie zur Würde und Freiheit des Menschen. Zugleich wollte Giovanni Pico della Mirandola eine fundamentale Übereinstimmung aller philosophischen und religiösen Lehren aufzeigen, die letztlich alle im Christentum und in den anderen Religionen enthalten seien. So wollte er die kirchliche Weltsicht reformieren und alle Philosophien und Theologien miteinander in einer Universalphilosophie und Universalreligion vereinen und zum weltweiten Frieden beitragen. Der frühe Tod von Giovanni Pico della Mirandola hat allerdings die Vollendung dieses Vorhabens verhindert, durch das den Menschen sicherlich viele (auch kriegerische) Konflikte und viel Leid erspart geblieben wären.
Ein wichtiger Vordenker des modernen Begriffs der „Menschenwürde“ war dann auch Samuel von Pufendorf (1632–1694), dessen Ideen im 17. und 18. Jahrhundert breite Wirkung entfalteten. Seine Konzeption und Kernaspekte der Würde war eng mit dem Naturrecht, der sozialen Natur des Menschen und der Gleichheit aller Menschen verbunden.
Anschließend wurde die Moralphilosophie des Immanuel Kant ((* 22.04.1724; †12.02.1804), deutscher Philosoph der Aufklärung, dann zur Grundlage unserer Gesetze und zum direkten Fundament der „unantastbaren Würde des Menschen“ im ersten Artikel unseres Grundgesetzes. Ähnlich wie Giovanni Pico della Mirandola vertrat er die Meinung: Ein Mensch ist frei, sich autonom und selbstverantwortlich Gesetze zu geben, und trägt daher selbst die moralische Verantwortung.Die Würde verbietet es, Menschen jemals bloß als Mittel für eigene Zwecke zu missbrauchen. Dazu formulierte Kant in seinen bedeutenden Schriften zur Religions-, Rechts- und Geschichtsphilosophie den berühmten Grundsatz:
„Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.“
Schließlich hat auch Papst Franziskus (*17.12.1936; †21.04.2025) am 03.10.2020 in seiner 3. Enzyklika „Fratelli tutti“ gemäß einem Zitat von Franz von Assisi die „Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft“ sowie eine offene Welt mit dem Leitprinzip der universalen Menschenwürde gefordert:
„Es muss ein Bewusstsein dafür entstehen, was ein Mensch wert ist, immer und unter allen Umständen.“ (FT 106)
Inhaltsübersicht
Bücher über die Weltgeschichte gibt es viele. Aber diese WELTGESCHICHTE ist anders. In diesem abschießenden Band seiner Weltgeschichte widmet sich der Autor der unantastbaren Würde des Menschen in unserer aus den Fugen geraten(d)en Welt und Werteordnung.
Zwar erklärte Artikel 1 Absatz 1 des deutschen Grundgesetzes (GG) die Würde des Menschen für unantastbar und verpflichtet den Staat zu deren Achtung und Schutz: Als oberster Wert der Verfassung verbietet sie die Degradierung zum bloßen Objekt staatlichen Handelns, gilt absolut und schützt jeden Menschen unabhängig von Eigenschaften oder Leistungen.
Allerdings stellt sich angesichts der aktuellen nationalen und internationalen Entwicklungen und Verwicklungen die Frage, ob unser Staat überhaupt noch in der Lage ist, die Werteordnung unseres Landes und damit auch die Menschenwürde als unantastbar zu schützen. Zur Beantwortung dieser Frage nimmt der Autor die Leserinnen und Leser mit zu einer Tour durch das Dickicht der multi-komplexen Aufgaben und Problemstellungen unseres Landes. Abschließend philosophiert er dann über seine Phantasien für eine bessere Welt und Werteordnung.
Zur leichteren Übersicht und als Nachschlagewerk ist jedem Band eine Inhaltsübersicht vorangestellt und am Ende befindet sich dann noch ein ausführliches Sach- bzw. Stichwortverzeichnis sowie ein detailliertes Inhaltsverzeichnis mit Kalendarium.