Die Weltgeschichte

Alles vom Urknall bis zur heutigen Welt aus den Fugen

Erscheinungsdatum: 31.12.2020

Wir haben gelernt, wie die Vögel zu fliegen und wie die Fische zu schwimmen. Aber wir haben die einfache Kunst nicht erlernt, als Brüder zu leben. Martin Luther King jr.

Die Weltgeschichte

Alles vom Urknall bis zur heutigen Welt aus den Fugen

Liebe Leserin, lieber Leser,

geht es Euch auch so, wie mir? Täglich werden wir von aktuellen Nachrichten und historischen Rückblicken bis in die Urgeschichte geradezu überflutet. Vielfach ist es dann nicht leicht, die Geschehnisse wie die kleinen Teile eines rätselhaften und verwirrenden Puzzles in das komplexe Mosaik der Zeitabläufe und des Wissens einzuordnen und in ihrer Tiefe zu verstehen; denn auch ein Puzzle verstehen wir ja erst allmählich, je mehr wir die einzelnen Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammensetzen.

Sicherlich ist es ambitioniert, vielleicht sogar anmaßend, das sich seit dem Urknall vor 13,82 Mrd. Jahren immer schneller ausbreitende Universum, die Formung unserer Milchstrasse als eine von unvorstellbaren 1.000 Mrd. Galaxien mit jeweils rund 100 Mrd. Sternen, den Aufbau unseres Sonnensystems und unserer Erde vor 4,6 Mrd. Jahren sowie das Entstehen des sichtbaren Lebens seit 541 Mio. Jahren und die Entwicklung der Menschheit seit etwa 2,8 Mio. Jahren bis heute in einer einzigen „Weltgeschichte“ darstellen zu wollen. Zwar besteht an Lexika und Enzyklopädien zur Weltgeschichte bestimmt kein Mangel; hinzu kommen ungezählte Gesamtdarstellungen, von denen viele auf ihre Weise sehr gut sind, wie zum Beispiel „Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser“ des Kunsthistorikers Ernst Gombrich oder „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ des Historikers Yuval Noah Harari. Trotzdem haben die Faszination der Geschichte als Grundlage unserer gesamten Bildung und Erfahrung sowie die jüngsten dramatischen Ereignisse und die Sorge um den Verlust unseres „abendländischen“ Wertegerüstes mich dazu inspiriert, meinem großen Vorbild Leopold von Ranke (*1795; †1886) nachzueifern und meinem Faible folgend diese „Universalgeschichte“ aufzuschreiben: Wie Perlen an einer schier endlos langen Schnur möchte ich die vollständige Geschichte vom Urknall bis heute in der zeitlichen Reihenfolge übersichtlich und unterhaltsam nachverfolgen. Dabei werde ich auch die Zusammenhänge und Hintergründe sowie die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse anschaulich darstellen. Abschließend möchte ich dann einmal mehr über die Würde des Menschen philosophieren und meine 10 Phantasien für eine bessere Welt aufschreiben.

Weltgeschichte im Speed Dating: Die Weltgeschichte im Zeitraffer

Maximales Wissen mit minimalem Aufwand

Aufgrund des Umfanges habe ich diese "Weltgeschichte" in VIII Bände aufgeteilt. Aber keine Angst: Damit Ihr Euch nicht gleich durch das ganze vielseitige Kompendium „durchkämpfen“ müsst, bietet Euch der erste Band mit dem 1. Kapitel „Weltgeschichte im Speed-Dating“ die Weltgeschichte vom Urknall bis zur heutigen aus den Fugen geratenen Welt wie im vielfach beschleunigten Zeitraffer. Dadurch erhaltet Ihr zur besseren Übersicht und unter Ausblendung der Details einen raschen chronologischen Streifzug durch die wichtigsten Etappen der Geschichte – ganz nach dem Motto: Maximales Wissen mit minimalem Aufwand!

Zugleich bietet diese Betrachtung den Vorteil, dass auch Ereignisse und Sinnzusammenhänge in längeren Zeitabschnitten sichtbar und verständlich werden, die bei den detaillierten Ausführungen nicht oder schwerer wahrnehmbar sind. Die Überschriften der einzelnen Zeitraffer-Etappen enthalten Querverweise zu exakt den entsprechenden ausführlichen Haupt-Kapiteln dieses Buches. Ohne Euch durch das ganze Kompendium „durchzukämpfen“, könnt Ihr damit also ganz leicht zu demjenigen historischen Abschnitt springen, den Ihr näher betrachten möchtet. In der elektronischen Ausgabe dieses Buches braucht Ihr sogar überall nur auf die entsprechenden Kapitel-Nummern oder Seitenzahlen im „Speed Dating“ zu klicken und schon werdet Ihr genau in die ausführlichen Haupt-Kapitel dieses Buches „hineingelinkt“. Zudem schaffen zahlreiche Querverweise im Text rasche gedankliche Verknüpfungen. Schnellen Zugang zu den einzelnen Themen erhaltet Ihr auch durch das detaillierte Inhaltsverzeichnis mit Kalendarium und Stichwortregister am Ende dieses Buches.

DIE „UNIVERSALGESCHICHTE“

AUCH ALS CHRONOLOGISCHES NACHSCHLAGEWERK

Dieses Buch wendet sich daher – auch als chronologisches Nachschlagewerk – an alle Schülerinnen und Schüler sowie Studierende und Interessierte, die sich einen leicht zugänglichen, chronologisch geordneten und fundierten Ein- und Überblick in und über die spannende Geschichte des Universums, der Welt und der Menschheit sowie über die aktuellen Brennpunkte unserer Zeit verschaffen möchten. Dies gilt umso mehr, als in zahlreichen Bundesländern, wie z.B. in NRW, die politisch-historische Bildung zugunsten naturwissenschaftlich-technischer Schulfächer aufgegeben wird. Dies ist meines Erachtens nicht nur bildungspolitisch unverantwortlich, sondern gefährdet auch unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt: Denn in Zeiten von Populismus und Fake News leben wir in einer schwierigen und herausfordernden Welt, wie auch die Jugendbewegung „Fridays for Future“ zeigt. Angesichts fragwürdiger Welt- und EU-Politik sollten wir nicht resignieren. Denn wie die Geschichte zeigt, ist unser Europa mit das Schönste, was es auf der Welt gibt: Wir haben hier Menschen, Kultur und Landschaften. Alles ist gewachsen. Und das Wichtigste im Zuge der Geschichte: Wir haben vor allem Freiheit und überwiegend Frieden. Zukünftig sollten wir daher zur Stabilisierung unserer Gesellschaft nicht weniger, sondern erheblich mehr als bisher politisch gebildet werden – und zwar nicht nur per Twitter & Co. Es ist notwendig, dass wir alle mit dem Verständnis der Geschichte und Politik, den Herausforderungen der Zukunft, insbesondere Flüchtlingsproblematik, Krieg, Terrrorismus und Rechtspopulismus, der weltweit wachsenden Bedeutung religiöser Phänomene sowie mit dem wirtschaftlichen Basiswissen vertraut gemacht werden.

Die Welt vom Anbeginn bis zur heutigen Welt in Unordnung

Vor 160.000 Jahren war der „Homo“ noch ein unbedeutendes Lebewesen; er war eine Gattung der Menschenaffen in der Klasse der Säugetiere, zu welcher der anatomisch moderne Mensch und seine nächsten ausgestorbenen Verwandten gehören. Unauffällig lebte er in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents und teilte sich den Planeten mit mindestens 5 weiteren menschlichen Spezies. Dabei war seine Rolle, die er im Ökosystem spielte, kaum wichtiger als diejenige anderer Land- oder Wassertiere. Zwar bestand auch der Mensch nur aus Sternenstaub. Aber irgendwann in den Millionen Jahren kosmischer Geschichte geschah dann etwas Wunderbares: Nach und nach erlangte er sein Bewusstsein und seine Intelligenz, sodass er mit seiner Informationsverarbeitung ein Verständnis für das Universum und seine Umwelt entwickeln konnte. Seine Intelligenz war und ist entscheidend für das, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Alles, was die Zivilisation zu bieten hat, ist ein Produkt menschlicher Intelligenz. Die DNA gibt die Blaupausen des Lebens von einer Generation an die nächste weiter. Immer komplexere Lebensformen erhielten Informationen von Sensoren wie den Augen und den Ohren und verarbeiteten Informationen in Gehirnen oder in anderen Systemen, um herauszufinden, was in einer bestimmten Situation zu tun ist, um auf die Welt einzuwirken. Die Geschichte der Menschheit war dabei von 3 einschneidenden Veränderungen gekennzeichnet:

Vor 70.000 Jahren vollzog sich mit dem „Homo sapiens“, dem „weisen Menschen“, ein mysteriöser Wandel hin zu der kognitiven Revolution. Vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns verursachte in ihm den unstillbaren Drang, sich andere Menschen und die Natur untertänig zu machen. Dieser Wandel führte dazu, dass der Mensch von einem unbedeutenden Tier unter vielen zu einer herausragenden Spezies wurde, die für sich die Vorherrschaft auf der Erde in Anspruch nehmen konnte. Das grundlegende Element hierfür war dann die Entwicklung einer abstrakten Sprache, die zu mehr in der Lage ist, als Dinge zu beschreiben, die in der physischen Welt tatsächlich existieren. Erst dies ermöglichte die Entstehung gemeinsamer Mythen, Märchen und Ideale, die dem Menschen halfen, sich in immer größeren Gruppen zusammenzuschließen. Solche gemeinsamen Vorstellungen und Überzeugungen bilden bis heute die Basis, um Millionen von Menschen unter anderem in Nationen, Kulturen und Religionen zu vereinen.

Seit seiner landwirtschaftlichen Sesshaftwerdung in der Jungsteinzeit bzw. Neusteinzeit vor rund 13.000 Jahren, dem sog. Neolitikum, – in kosmischen Maßstäben vor einem „Wimpernschlag“ –, führte die landwirtschaftliche Revolution dazu, dass aus Jägern und Wildfängern ansässige Bauern wurden. Allerdings war die Landwirtschaft für die Menschheit nicht nur ein Segen, sondern führte auch zu neuen Krankheiten, mehr Arbeit und mehr Ungerechtigkeit. Eine Wahl hatte der Mensch aber nicht mehr, da die neue Nahrungsmittelversorgung zu einer immer weiter steigenden Population führte, sodass man nicht mehr zur Lebensweise der Jäger und Sammler zurückkehren konnte.

Besonders in den letzten 2.000 Jahren des „Menschenzeitalters“, vor allem aber seit rund 500 Jahren markierte die wissenschaftliche Revolution schließlich den Beginn der modernen (Natur-) Wissenschaften, deren Entdeckungen und Erfindungen die Evolution bis heute immer schneller und stärker beschleunigen. Der Mensch hat seitdem wie kein anderes Lebewesen seine „großartige“ Intelligenz und Kreativität zu schöpferischem und zerstörerischem Handeln immer weiter perfektioniert und als Schrecken der Menschheit und des Ökosystems immer tiefere Spuren hinterlassen.

Die Unfähigkeit der Menschen, Frieden zu halten

Geradezu euphorisch und in freudiger Erwartung hat die Menschheit am 01.01.2001 auf den 7 Kontinenten Antarktika, Nordamerika, Südamerika, West- und Osteuropa, Asien, Afrika und Australien mit riesigen Feuerwerken den Beginn des 3. Millenniums gefeiert. Dabei haben wir nicht geahnt, dass die Welt schon so bald in bisher nie gekanntem Ausmaß in Aufruhr und Unordnung geraten und sich in einen an so vielen Orten brennenden Feuerball verwandeln würde. Blickt man aus heutiger Sicht über die Jahrhunderte – ja sogar Jahrtausende – auf die Menschheitsgeschichte zurück, so zeigt sich vor allem das bedrückende Fazit: Die Unfähigkeit der Menschen, Frieden zu halten.

Die explosionsartige Vermehrung der Weltbevölkerung und der Kampf um die "Ressource Erde"

Unabhäng von der Unfähigkeit der Menschen, Frieden zu halten, wird es aufgrund der geradezu explosionsartigen Vermehrung der Weltbevölkerung erst recht einen Kampf um die „Ressource Erde“ geben: Nach dem Aussterben der Neandertaler und des Homo floresiensis vor 18.000 Jahren war der moderne Mensch „Homo sapiens“ die einzige überlebende Art der Gattung Homo. Den für seine Existenz bedrohlichsten Rückgang erlitt der moderne Mensch vor 75.000 Jahren, als sich nach dem Ausbruch des Supervulkans Toba (heute der Tobasee auf Sumatra) weltweit nur 1.000 bis 10.000 Personen retten konnten. Danach verbreitete sich der moderne Mensch von Afrika über alle anderen Kontinente aus. Bis zum Ende der letzten Kaltzeit vor 10.000 Jahren lebten dann etwa 5 bis 10 Mio. Menschen weltweit. Die Größe der Weltbevölkerung vor 2.000 Jahren wird auf etwa 150 bis 200 Mio. Menschen geschätzt. Vor 1.000 Jahren bestand die Weltbevölkerung dann aus etwa 300 Mio. Menschen. Bedingt durch Pest, Pocken und andere Seuchen gab es vor 500 Jahren weltweit etwa 500 Mio. Menschen. Nach dem Jahr 1700 setzte dann ein rapides Bevölkerungswachstum auf dauerhaft über 0,5 % im Jahr ein und erstmals in der Menschheitsgeschichte lag die Verdoppelungszeit im Bereich der Jahrhunderte. Um das Jahr 1800 überschritt die Weltbevölkerung dann erstmals 1 Mrd. Menschen. Nach einer wahren „Bevölkerungsexplosion“ lebten in der Neujahrsnacht zum 01.01.2018 knapp 7,6 Mrd. Menschen auf unserem Planeten Erde. Prognosen zufolge nähert sich die Weltbevölkerung bis 2050 der 10-Mrd.-Marke und im Jahr 2100 werden auf der Welt insgesamt voraussichtlich 11,2 bis 26 Mrd. Menschen leben, die teils mehr und teils weniger um ihre Existenz kämpfen. Zudem zählt eine aktuelle Studie – auch in Europa – 40 Mio. „moderne“ Sklaven.

Der Beginn der mit mehr als 65 Mio. Menschen größten Völkerwanderung aller Zeiten

Weltweit befinden sich mehr als 65 Mio. Menschen – so viele wie nie zuvor – auf der Flucht vor Krieg, Konflikt, Gewalt und Naturkatastrophen. Dabei streitet die Staatengemeinschaft über gewisse Symptome, wie die Aufnahme einiger hundert Flüchtlinge aus dem Mittelmeer, anstatt die eigentlichen - gutteils selbst mitverursachten - Ursachen zu bekämpfen und sich klar zu machen: Die größte Völkerwanderung aller Zeiten hat begonnen!

Die apokalyptischen Weltuntergangsszenarien:
Der menschengemachte Klimawandel und das weltweite Wettrüsten

Momentan gibt es eine Konkurrenz von Weltuntergangsszenarien: Wenn die Deutschen, die alle kein neues Wettrüsten wollen, heute über die Apokalypse sprechen, geht es meist um den ökologischen Weltuntergang durch die menschen-verursachte (anthropogene) globale Erderwärmung. Die Gefahr einer nuklearen Auslöschung und eines atomaren Weltunterganges lässt die Deutschen dagegen weitgehend kalt: Wer die Bilder der Klimaschutz-Proteste des Jahres 2019 sieht, kommt um einen Vergleich mit den Anti-Atom-Protesten der 1980er-Jahre nicht herum. Dabei bin ich der festen Überzeugung: Sowohl der Klimaschutz wie auch die Atomwaffen-Abrüstung und -kontrolle sind für das Fortbestehen der Menschheit im wahrsten Sinne des Wortes „existentiell“ und Frieden gibt es nicht mit, sondern nur ohne Waffen.

Der menschengemachte Klimawandel in unserer „habitablen“ Zone des Universums

Die Klimakrise ist die größte Katastrophe der Menschheit – Mit dieser apokalyptischen Botschaft richten sich die Klimaretter an Politiker, Institutionen und die Bevölkerung. Und in der Tat sollten wir uns immer wieder bewusst machen, dass sich unsere Erde als der bislang einzig bekannte Planet in einer für Menschen „habitablen“, d.h. bewohnbaren Zone des Universums befindet: Die menschliche Zivilisation funktioniert nur bei einer bestimmten „Betriebstemperatur“. Trotzdem sind wir gerade dabei, diese Temperatur dramatisch und Menschheits-vernichtend zu verändern. So weit, dass namhafte Experten befürchten, in seiner Gier nach Gesundheit, Glück und Macht stehe der Mensch durch aktuelle Entwicklungen, fortschreitende Technologien und künstliche Intelligenz an der Schwelle, als „Homo deus“ – wie Yuval Noah Harari es nennt – gottgleich in die noch verborgene Welt der Zukunft vorzustoßen und diese zu zerstören. Dies gilt umso mehr, als die Denkfabrik Global Footprint Network, die für ihre Berechnungen Daten der Vereinten Nationen nutzt, festgestellt hat, dass 2019 das Datum des Erdüberlastungstages (sog. „Earth Overshoot Day“) schon auf den 29. Juli fiel. Gemeint ist damit der Zeitpunkt, ab dem die Weltbevölkerung über ihre Verhältnisse lebt und mehr nachwachsende natürliche Ressourcen nutzt, als im Verlauf des Jahres nachwachsen können. Wir vermüllen, zertrampeln und vergiften die Erde, als hätten wir eine zweite in Reserve. Der Planet ist daher so früh erschöpft wie nie zuvor. Berechnet wird dieses Datum seit dem Jahr 1970 insbesondere anhand des Verbrauches von Holz, Ackerland und Fischgründen, aber auch des CO2-Ausstoßes und der Flächennutzung. Damals fiel der Tag noch auf den 29. Dezember. Nun, knapp 40 Jahre später, hat sich der Zeitpunkt der Erdüberlastung schon um 5 Monate nach vorne verlagert. Rechnerisch beansprucht die Weltbevölkerung also mittlerweile Ressourcen von 1,75 Erden. Deutschland benötigt aktuell etwa das Doppelte seiner verfügbaren Biokapazität. Kurzum: In immer schnellerem Tempo leben wir mit dem Raubbau an den globalen Ressourcen über unsere Verhältnisse und auf Pump zu Lasten unserer folgenden Generationen. Momentan gilt als Zauberwort für Ressourcenschonung und Klimaschutz: „Dekarbonisierung“. Das Karbon war in der Erdgeschichte die 5. Periode des Paläozoikums. Es begann vor etwa 358,9 Mio. Jahren nach dem Devon und endete vor etwa 298,9 Mio. Jahren vor dem Perm. Namensgebend für das „(Stein-)Kohlezeitalter“ waren die weltweit verbreiteten Kohleflöze vor allem im Oberkarbon (lateinisch carbo, die Kohle). Dekarbonisierung oder auch Entkarbonisierung bezeichnet daher die Umstellung der Wirtschaftsweise, speziell der Energiewirtschaft, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff. Das theoretische Ziel ist auf Dauer die Schaffung einer kohlenstofffreien Wirtschaft. Damit soll der menschliche Beitrag zur globalen Klimaerwärmung gestoppt, zumindest aber verringert, und das Weltklima gerettet werden. Die Politik reagiert auf die Mobilisierung der Öffentlichkeit deshalb vielfach mit ehrgeizigen Zielen zur Senkung der CO₂-Emissionen und verspricht nationale Klimaneutralität in wenigen Jahrzehnten. Etwa durch die Verankerung eines geschlossenen Materialkreislaufes in einem Klimaschutzgesetzi, um nicht nur Ressourcen effizient zu nutzen, sondern auch, um die Entstehung von Abfällen zu minimieren und im Idealfall sogar zu vermeiden. Dabei ist es wichtig, sich nicht nur auf eine kurzfristige finanzielle Wertschöpfung zu konzentrieren, sondern vor allem in den Bereichen Elektronik, Mobilität und Mode/Textilien auch den Wert für die Verbraucher, die Umwelt und die Gesellschaft als Ganzes mit einzubeziehen. Als Treiber können sich dabei nach Einschätzung der Beraterin Technologien wie Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, 3D-Druck, Robotik und Blockchain, aber auch Virtual und Augmented Reality erweisen, die die Produktivität und Effizienz erhöhen. Angesichts der Dramatik der gegenwärtigen, vor allem durch den Menschen verursachten (anthropogenen) globalen Erderwärmung und des noch längst nicht abgeschlossenen Klimawandels erscheint es als eine unverzeihliche Scheinheiligkeit, wenn am 30.03.2019 die erst 16 Jahre alte Umweltaktivistin Greta Thunberg mit Standing Ovations vor rund 2,4 Millionen TV-Zuschauern mit der „Goldenen Kamera“ ausgezeichnet wurde, weil sie vor dem gängigen Lebensstil des westlichen Bürgertums warnt, dieses aber die Zerstörung unserer Erde weitgehend tatenlos hinnimmt und sogar fördert.

Der Wettkampf der Systeme und das weltweite Wettrüsten

Angst macht auch das weltweite Wettrüsten: Die Länder mit den höchsten Verteidigungsetats sind die USA, China und Saudi-Arabien; vor allem haben aber auch Länder in Asien und im Nahen Osten zu den steigenden Militärausgaben beigetragen. Die Militärausgaben sind 2018 so hoch gestiegen, wie seit 30 Jahren nicht mehr: auf 1,8 Billionen US-$ – eine unfassbar hohe Zahl mit 14 Stellen – die ausgeschrieben fast eine Zeile füllen würde. Mit diesem Geld könnte man zum Beispiel die weltweite Armut bekämpfen, ein Viertel der weltweiten Ausgaben für Gesundheit finanzieren oder ein Drittel des globalen Bildungsbudgets stemmen. Stattdessen fließt dies Vermögen in neue Waffen, die Ausstattung von Armeen und die militärische Aufrüstung von Ländern dieser Welt. Waffen gibt es, seit es Menschen gibt. Sie werden je nach Blickwinkel der Besitzer hergestellt, um zu beschützen, abzuschrecken oder zu töten. Mit Waffen wurden und werden blutige Eroberungszüge und unsägliche Verbrechen durch machtbesessene „Führer“ begangen. Aber auch Freiheitskämpfer, Terroristen oder Befreier brauchen Waffen für ihren Einsatz. Die Geschichte der Waffen enthüllt die oft verblüffenden Zusammenhänge zwischen der Entwicklung neuer Waffen und den Folgen ihres Einsatzes – eine Dynamik, die über Jahrtausende die Geschicke der Menschheit geprägt hat. Die stetige Aufrüstung bremst die Suche nach friedlichen Lösungen für Konflikte auf der ganzen Welt: Ende Juli 2019 endete der INF-Vertrag für Intermediate Range Nuclear Forces zwischen den USA und Russland, das vielleicht wichtigste Abkommen zur atomaren Abrüstung und zur Atomwaffenkontrolle und ein Symbol für das Ende des Kalten Krieges. Donald Trump und Wladimir Putin verlängern ihn nicht und geben sich gegenseitig die Schuld dafür. Dabei betrifft das neue Wettrüsten nicht mehr die absolute Zahl nuklearer Sprengköpfe, sondern vor allem die Modernisierung der strategischen Atomwaffensysteme und Kernwaffenbestände sowie den weiteren Ausbau der konventionellen Waffen. Nach dem Ende des INF-Vertrages und dem Wegfall der Einschränkungen für die USA und Russland sind auch vermehrt neue landgestützte konventionell bewaffnete Raketen zu erwarten. Zudem experimentieren moderne Armeen mit Science-Fiction-Waffen wie der „Railgun“, die auf mehrere hundert Kilometer präzise trifft. Ob sie die Menschheitsgeschichte ähnlich stark prägen wird wie der Speer, wird die Zukunft zeigen.

Grundsätzlich nimmt das Risiko zu, dass das Ende des INF-Abkommens dazu beiträgt, dass die USA und Russland ihre Waffensysteme verstärkt modernisieren. Obwohl Russland sich aufgrund seiner schlechten Wirtschaftslage ein quantitatives Wettrüsten nicht mehr wird leisten können, lässt Präsident Wladimir Putin schon seit Jahren neue Raketen testen und stationieren. Auch alle anderen Atomstaaten sind damit befasst, ihre nuklearen Bestände auszubauen sowie neue Waffensysteme zu planen und zu stationieren. Bis auf die Vereinigten Staaten und in beschränkterem Ausmaß auch Frankreich und Großbritannien gibt jedoch keiner der Atomstaaten nähere Auskünfte über seine wahren Bestände. Die Volksrepublik China ist zu einer aufstrebenden neuen Supermacht geworden und betreibt u.a. ihre Aufrüstung mit atomaren Mittelstreckensystemen. Und dann gibt es da noch Staaten, wie den islamisch-schiitischen Iran mit einem eigenen Atomprogramm: Iran ist umgeben von Staaten, zu denen ein gespanntes bis feindliches Verhältnis besteht; dies betrifft vor allem das islamisch-sunnitische wahabitische Saudi-Arabien, auch die arabischen Golfstaaten, Pakistan und Aserbaidschan, die zudem – mehr oder weniger – mit den USA verbündet sind. Im Persischen Golf ist ein neues Spannungsverhältnis zwischen dem Iran einerseits sowie den USA und Großbritannien andererseits entstanden, zumal die USA – und dann auch der Iran – das JCPOA/Atomabkommen als „Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan“ beendet haben, während die europäischen Staaten bemüht sind, die Gespräche mit dem Iran über die Verifizierung der JCPOA-Umsetzung sowie die Überwachung der von Iran akzeptierten Nuklearverpflichtungen fortzusetzen. Das Verhältnis zwischen dem Iran und Israel war bis zur Islamischen Revolution 1979 im Iran freundschaftlich. Seitdem erkennt der Iran Israel nicht mehr als legitimen Staat an, sondern bezeichnet die israelische Regierung als „zionistisches Regime“ der sog. „besetzten Gebiete“, unterstützt radikalislamische Terrorgruppen im bewaffneten Kampf gegen Israel und spricht immer wieder Vernichtungsdrohungen gegen Israel aus. Israel betrachtet die iranische Führung seither als „größte Bedrohung Israels“. Der Iran bezeichnet die Vereinigten Staaten als „großen Satan“ und Israel als „kleinen Satan“. Aus Angst vor der nuklearen Bewaffnung Irans gibt es in arabischen Ländern Überlegungen, Atomprogramme zu starten. Das Nachbarland Türkei ist Mitglied der NATO. Zwar wurden zum Jahresende 2011 alle US-Soldaten aus dem Irak abgezogen, doch ist die politische Situation im Irak sehr brüchig und die Gefahr eines Bürgerkrieges besteht weiterhin. In Afghanistan sind nach wie vor US-Truppen stationiert. Die Regierungen z.B. Israels oder Nordkoreas äußern sich grundsätzlich gar nicht über ihr Atomprogramm.

In Syrien geht die große „Säuberung“ durch den alawitisch-schiitischen Diktator Assad und seine „Schutzmächte“ Russland und Iran mit der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah mit dem Vernichtungskrieg gegen die eigene Bevölkerung zu ihrer völligen Gleichschaltung zügig voran. Der seit 2003 terroristisch agierende salafistische sog. Islamische Staat (IS) mit tausenden Mitgliedern, der sein dschihadistisches „Staatsbildungsprojekt“ als „Kalifat“ deklariert hatte, ist weitestgehend besiegt. Bis auf die Kurdengebiete im Nordosten steht praktisch ganz Syrien seit dem Sommer 2019 wieder unter der Kontrolle von Assad und seiner „Schutzmächte“. Den Westen scheint diese Entwicklung aber kaum noch zu interessieren. Ungerührt sieht die hiesige Politik und Öffentlichkeit zu, wie Assads Kriegskoalition Idlib in Schutt und Asche bombardiert, die Infrastruktur der Provinz systematisch zerstört und dabei bereits an die 500 Zivilisten getötet sowie über 400.000 Bewohner in die Flucht getrieben hat. Sehenden Auges hat der Westen Syrien preisgegeben und der Willkür Russlands und des Iran ausgeliefert. Doch der Triumph der Kriegsachse Damaskus-Moskau-Teheran wird uns noch schwer zu schaffen machen und verheerende weltpolitische Auswirkungen haben, deren Dimension man sich im Westen offenbar nicht bewusst ist – oder nicht sein will. Der große Gewinner ist Putins Russland. Gemeinsam mit dem Iran ist es Putin praktisch gelungen, den Westen aus dem Nahen Osten hinauszudrängen. Syrien ist aber auch zum exemplarischen Testfeld dafür geworden, wie weit man bei der Missachtung des humanitären Völkerrechts ungestraft gehen kann. Dieses ist damit zu Makulatur und die viel beschworene „liberale Weltordnung“ zur Farce geworden. Westliche Erwartungen, Assad könnte nach seinem Sieg den Ausgleich mit der internationalen Gemeinschaft suchen und seine Macht mit Oppositionskräften teilen, gehören angesichts dieser Realität ins Reich naiven oder selbstbetrügerischen Wunschdenkens. Auf Sand gebaut ist auch die Spekulation, Assad werde nach dem Ende des Krieges die rund 5,7 Mio. Flüchtlinge, die das Land verlassen haben, ohne Weiteres wiederaufnehmen und die Millionen Binnenflüchtlinge an ihre Heimatorte zurückkehren lassen. Verschärft wird die Lage dadurch, dass die Türkei, aber auch Jordanien und der Libanon massiv bestrebt sind, die Millionen syrischen Flüchtlinge schnellstmöglich loszuwerden, die in ihren Ländern Zuflucht gefunden haben. Zahlreiche von ihnen hat Erdogan bereits nach Idlib deportieren lassen, wo sie erneut in der Falle sitzen. Angeblich soll er gar bereit sein, Assads Regime anzuerkennen, wenn dieses im Gegenzug Enklaven einrichtet, in die er die Unerwünschten ausweisen kann. Geht Assad darauf erwartungsgemäß nicht ein, wird den Flüchtlingen am Ende nichts übrigbleiben, als zu versuchen, nach Europa zu entkommen – ein Szenario für eine weitere massive Destabilisierung der EU.

In Afghanistan steht die Trump-Regierung jetzt kurz vor dem Abschluss eines Abkommens mit den Taliban, das den Radikal-Islamisten eine Beteiligung an der Regierung sichern soll. Die damit scheinbar erreichte Stabilisierung des Landes soll den USA die Rechtfertigung dafür liefern, ihre Truppen abzuziehen, woraufhin auch die europäischen Kontingente folgen werden. Zurück bleibt eine schwache und zerrüttete staatliche Ordnung, die für die Taliban zu einer leichten Beute werden dürfte. Die Ansätze zu einer sich entwickelnden modernen Zivilgesellschaft sind für die Taliban westliches Teufelswerk, das zu vernichten sie als ihre heilige Pflicht ansehen werden, sobald sie an die Schalthebel der Macht gekommen sind. Eine neue massenhafte Fluchtbewegung ist damit bereits vorhersehbar.

Die Angst vor einem Atomkrieg mag aus heutiger Sicht altmodisch erscheinen; die Gefahr ist aber nicht retro, sondern aktuell – und wohl größer denn je und sogar brisanter als im „Kalten Krieg“ von 1947 bis 1989. Anders, als die „klare Situation“ zu Zeiten des Kalten Krieges, den die Westmächte unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika und der sog. Ostblock unter Führung der Sowjetunion mit nahezu allen Mitteln austrugen, hat sich das internationale militärische Kräfteverhältnis inzwischen grundlegend verschoben. Wovon heute in der Bundesrepublik kaum Notiz genommen wird, führte in den 1980er-Jahren in Deutschland noch zu Aufruhr und Spaltung und die Friedensbewegung fürchtete ein apokalyptisches atomares Wettrüsten. Die NATO-Raketen wurden schließlich in Deutschland stationiert und in den folgenden 10 Jahren schlossen die damaligen Supermächte die Abrüstungsabkommen. Für die Deutschen ist der INF-Vertrag einfach still und leise ausgelaufen und es gibt kaum eine Reaktion auf das Ende der verabredeten nuklearen Abrüstung. Alle anderen großen europäischen Länder, ganz zu schweigen von den USA, Russland, China und Indien denken hingegen in strategischen Kategorien. Die deutsche Regierung darf in einer Zeit, in der die Gefahr des Bruches der transatlantischen Freundschaft besteht und in der sich in Deutschland ein Antiamerikanismus ausbreitet, einer unbedarften Mehrheit nicht das Gefühl suggerieren, es gebe insoweit kein tiefgreifendes Problem. Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, vertritt hierzu die Ansicht, dass Deutschland dringend mehr Verantwortung in der internationalen Sicherheitspolitik übernehmen muss, je weniger verlässlich das transatlantische Bündnis zu sein scheint. Insoweit gebe es einen Epochenwandel: Es könne nicht dauerhaft politisch tragfähig sein, dass 500 Millionen wohlhabende Europäer wesentliche Teile ihrer Sicherheit an den atlantischen Partner auf der anderen Seite des Ozeans outsourcen. Insofern müsse Europa das Thema Sicherheit energischer in die eigene Hand nehmen, handlungsfähiger werden, mit einer Stimme sprechen und sich zu einer Verteidigungsunion weiterentwickeln. – Die militärische Dimension ist – leider – ein integraler Bestandteil internationaler Politik.

Die Welt aus den Fugen: Die Alarmstufe „Rot“

Die Welt ist aus den Fugen! Selbst die „Ordnung“ zur Zeit des Kalten Krieges von 1947 bis 1989, als sich die Westmächte unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika und der sog. Ostblock unter Führung der Sowjetunion mit allen Mitteln gegenseitig in Schach hielten, ist lange dahin, ohne dass sich eine neue Ordnung gebildet hätte. Tatsache ist, dass sich der Westen seit 30 Jahren und – wie der Journalist Peter Scholl-Latour stets betont hat – vor allem seit dem „arabischen Frühling“ entgegen aller historischen Erfahrung durch ein Wunschdenken der Demokratien geblendet oder gar betäubt hat. Längst aber ist deutlich, dass es an den Koordinaten der Sicherheit mangelt, die lange Zeit verlässlich waren und es heute nicht mehr sind. Wer hätte, als die Zeit der „erweiterten Abschreckung“ des Kalten Krieges zu Ende ging, gedacht, dass man sich schon bald wieder nach den Sicherheits- und vertrauensbildenden Systemen der wechselseitigen Kontrolle und Abschreckung im „rohen Gleichgewicht“ („rough balance“) zwischen den Supermächten des Kalten Krieges in Ost und West sehnen würde. Zu viele Akteure verhindern heute eine – wie auch immer geartete – Stabilität.

Dabei zeigt z.B. das jährliche „Konfliktbarometer“ des renommierten Heidelberger Institutes für Internationale Konfliktforschung (HIIK) schon jetzt die Alarmstufe „Rot“: Weltweit gibt es 409 politische Konflikte, von denen 223 mit Waffengewalt ausgetragen werden; 43 Konflikte sind „hoch gewaltsam“, und zwar 24 als „begrenzte“ Kriege und 19 als „unbegrenzte“ („richtige“) Kriege, von denen immer mehr Länder betroffen sind. Ein ähnliches Ergebnis erbrachte eine Zählung der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) der Universität Hamburg: Danach sind im Jahr 2017 weltweit 31 Kriege, d.h. gewaltsame Massenkonflikte mit einem Mindestmaß an zentralgelenkter Organisation, und bewaffnete Konflikte geführt worden. Die Experten registrierten das Ende von 3 Konflikten und den Beginn von 2 neuen Kriegen. Die zahlenmäßig von Kriegen am stärksten betroffene Region war 2017 der Vordere und Mittlere Orient mit 12 Konflikten. Es folgten Afrika mit 9 und Asien mit 8 Auseinandersetzungen. In Lateinamerika und Europa war jeweils nur ein Krieg zu verzeichnen. Die meiste Aufmerksamkeit der Weltbevölkerung hat der Krieg gegen den sog. Islamischen Staat (IS) in Syrien und Irak erhalten. Bei den 2017 beendeten Konflikten handelt es sich um die bewaffneten Auseinandersetzungen in Burundi, Mosambik und im nordöstlichen indischen Bundesstaat Assam. Neu hinzugekommen sind die Kriege in der Demokratischen Republik Kongo, wo ein Machtkampf um die Nachfolge von Präsident Joseph Kabila entbrannt ist, und im Südwesten von Myanmar, wo die Armee gegen die Minderheit der Rohingyas kämpft.

Die aktuellen Herausforderungen der Weltpolitik

Betrachtet man die aktuellen Herausforderungen der Weltpolitik, so waren die Rollen jahrzehntelang verteilt: China produziert, Amerika konsumiert. Inzwischen macht das wieder entstehende chinesische Reich der Mitte als aufstrebende Macht keinen Hehl mehr aus seinem Streben nach weltpolitischer Dominanz. China will seinen politischen Einfluss über das südchinesische Meer schrittweise auf den Westpazifik ausweiten, um so zu einer wirklichen Weltmacht zu werden; zuerst in dem Anspruch auf die südchinesische und ostchinesische See und angrenzende Gewässer, danach auf das Pazifische Becken ohne Rücksicht auf konkurrierende Interessen, bis hin zu den Bodenschätzen Afrikas und der neuen Seidenstrasse.

Nun ist ein Kampf entbrannt um die technologische, wirtschaftliche und militärische Dominanz in der Welt. Die USA und China schießen nicht aufeinander, doch es tobt bereits ein Krieg auf wirtschaftlichem Gebiet. Denn die Vereinigten Staaten, genauer gesagt US-Präsident Trump, sind bemüht, mit der Politik des „America First“ sein Land (wieder) an die wirtschaftliche Weltspitze zu führen. Die USA verfolgen das Ziel, den wirtschaftlichen, politischen und militärischen Aufstieg Chinas aufzuhalten. Sie wollen verhindern, dass China die USA als größte Volkswirtschaft der Erde ablöst. Zugleich versuchen die USA, die Freiheit der Schifffahrt zu verteidigen und mit aller Kraft den Rang als maritime Weltmacht zu verteidigen. Und dabei geht es eben nicht nur um Zölle und Währungskurse, sondern um die langfristige geostrategische Machtposition. Die USA, als alter Hegemon, will der aufstrebenden neuen Macht China Einhalt gebieten. Dabei drohen Donald Trump und Xi Jinping die Ära des Freihandels zu beenden und setzen dafür auch Währungen als Kampfmittel ein. Die Regierung in Peking zeigt sich sogar bereit, ihre wichtigste Legitimation in der Bevölkerung, das Versprechen vom wirtschaftlichen Aufstieg, zu opfern, um den Handelskrieg mit den USA auszufechten. Wer dabei gewinnt, ist noch unklar; wer verliert, jedoch schon: Vor allem Deutschland. Putins Russland sieht sich unterdessen immer mehr in der Nachfolge der Sowjetunion und macht Übungen im Appeasement gegenüber dem Reich der Mitte, obwohl z.B. in Sibirien alte Rechnungen offenstehen.

Die Europäische Union (EU) wiederum wird – obwohl als Staatenverbund aus 28 europäischen Ländern und mehr als einer halben Milliarde Einwohnern politisch immer wichtiger – für viele Einwohner mit dem Brexit und vielerlei auseinanderstrebenden Interessen ein immer fremderes Gebilde. Offen ist, wie viel Kraft und Energie dann noch bleibt, um den nordatlantischen Sicherheitsbogen noch einmal dauerhaft zu spannen. Nicht nur wegen Donald Trump kündigt sich auch die geopolitische Leitfrage des Westens an, sofern es denn überhaupt noch ein einigendes Konzept gibt, das die industriellen Demokratien von der Beringsee bis zum Finnischen Meerbusen wieder verbindet und noch einmal handlungsfähig macht. Dabei wird sich Deutschland, anders als bisher, weder seinem eigenen Gewicht noch seinen Interessen als globaler Wirtschaftsfaktor entziehen können. In seinem Buch „Die große Heuchelei“ (Propyläen) hat Jürgen Todenhöfer dargestellt, dass die Außenpolitik des Westens auf einer zentralen Lüge beruht: Seine oft terroristischen Militärinterventionen dienen nie der Freiheit und Demokratie, sondern stets ökonomischen und geostrategischen Interessen. Sein Fazit: Der Westen muss die Menschenrechte vorleben, statt sie nur vorzuheucheln.

Die „Zeitenwende“ angesichts der Revolution in der Information Technology (IT)

Zudem stehen wir angesichts der Revolution in der Information Technology (IT) und der daraus für die Menscheit entstehenden Chancen und Risiken vor einer echten Zeitenwende, die von der Politik nur unzureichend beachtet wird. Dabei kann bisher niemand ermessen, welch neue Machtkonstellationen sich aus dem Cyberspace, aus der militärischen Nutzung des erdnahen Weltraums und aus den unbegrenzten, faszinierenden und noch kaum verstandenen Visionen Künstlicher Intelligenz (KI) ergeben, und was sie an Unsicherheiten mit sich bringen. Das Cyberzeitalter hat noch keine Regeln oder rote Linien. Aber: Wut, Leidenschaft und Geschichtsvergessenheit dominieren. Die Märkte florieren, und das, obwohl alle über die Geopolitik in Panik geraten. Die gleiche Vernetzung, die fabelhaften Reichtum gebracht hat, ermöglicht es auch politischen Krisen, von einer Ecke der Welt zur anderen zu wandern. Während die Technologie die Distanz überwindet, ist die neue digitale Welt kleiner, ängstlicher und klaustrophobischer denn je. Wir leben in einer Welt ohne Hemmungen. Die Distanz zwischen Präsident Eisenhowers Lebenserfahrung und jener Präsident Trumps ist gigantisch. Und es ist nicht nur die amerikanische Führungsqualität, die erodierte, während wir vom Atom- ins Cyberzeitalter gereist sind. Auch globale Institutionen und Führungspersönlichkeiten in anderen wichtigen westlichen Ländern sind davon betroffen.

Anstatt sich diesen Themen zu öffnen, verharrt die Politik vielfach in dem gefährlichen klein-kleinen Tauschgeschäft der Gegenwart gegen die Zukunft. Offen gesagt halte ich es für einen Skandal, wenn sich der Deutsche Bundestag um Kleinigkeiten streitet, ohne sich genügend um die zentralen und drängenden Zukunftsthemen der Menschen zu kümmern. Schon ein Blick in das im Herder-Verlag erschienene Buch des Bundesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), Carsten Linnemann, mit dem Titel „Die machen eh, was sie wollen – Wut, Frust, Unbehagen – Politik muss besser werden“, zeigt, dass die Menschen ein Recht darauf haben, dass die sie vertretenden Politiker sich um ihre Sicherheit, Ordnung und eine weitgehend planbare Zukunft bemühen.


„Phantasia – Über die Würde des Menschen“

Die Würde des Menschen und meine 10 Phantasien für eine bessere Welt

Im letzten, dem 36. Kapitel philosophiere und phantasiere ich schließlich über die Würde des Menschen. Vom Anbeginn der Menschheit – und heute in besonderem Maße – haben von Machtmenschen verursachte Unterdrückungen und Kriege immer wieder unermessliches Leid und Sterben über die Menschen gebracht. Auch beim noch so intensiven Durchforsten der Zeitgeschichte wird man freilich keinen einzigen Gewaltherrscher und keinen einzigen Terror-Verbund finden, dem es gelungen ist, seine Ziele der Mehrheitsgesellschaft dauerhaft aufzuzwingen. Gleichwohl ist dies für alle vernünftig und humanistisch Denkenden erschütternd, unerträglich und inakzeptabel. Daher wird am Ende dieses Buches die Frage zu beantworten sein, ob der Mensch wirklich die „Krone der Schöpfung“ darstellt – wie es schon der Philosoph Aristoteles (*384 v. Chr.; †322 v. Chr.) gemeint hat, der als Schüler von Platon zu den einflussreichsten Philosophen der Geschichte gehört, und wie es im 1. Buch Moses der Bibel heißt. Die Zeiten der „Humanistenpäpste“ Nikolaus V. und Pius II. waren vorbei, als in Zeiten der humanistischen Renaissance auch mein Urahne Johannes (Giovanni) Pico, Conte della Mirandola (*24.02.1463; †17.11.1494), nach seinen kirchenrechtlichen und philosophischen Studien auf diesen Gedanken aufbauend seine Rede und Thesen „Über die Würde des Menschen“ („De hominis dignitate“) verfasst hat. Sehr zum Ärger des als Kleptokrat, Inquisitor und Hexenverfolger berüchtigten Papstes Innozenz VIII. hat er dabei erstmals den Begriff der „Menschenwürde“ als Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen zu definieren versucht, um alle Philosophien und Theologien zu einer Universalphilosophie und Universalreligion miteinander zu vereinen: Er forderte ein universelles und tolerantes Christentum ohne Dogmen und Gebote, versehen mit den Weisheiten und Erkenntnissen der Griechen, Juden und Araber. Papst Innozenz VIII. befürchtete hingegen eine Beschränkung oder gar Abschaffung der römisch-katholischen Kirche und verbot ihm die Disputation der Thesen in einem "Philosophenkonzil" in Rom. Heute können wir zwar mit Genugtuung feststellen, dass gemäß Artikel 1 unseres Grundgesetzes die Würde des Menschen als Grundrecht unantastbar ist. Aber wir Menschen sind nicht bereit, willens oder fähig, aus den bitteren Erfahrungen der wechselvollen Geschichte die notwendigen Folgerungen für die Menschheit herzuleiten. Als Optimist hoffe ich gleichwohl, dass Mahatma Gandhi (*1869; †1948) nicht Recht hatte, als er gesagt hat: „Die Geschichte lehrt den Menschen, dass die Geschichte den Menschen nichts lehrt.“ Immerhin hat er mich aber inspiriert zu meinen 10 Phantasien für eine bessere Welt.

Wie bereits eingangs erwähnt, erhaltet Ihr durch die nachfolgende Inhaltsübersicht sowie durch das detaillierte Inhaltsverzeichnis mit Kalendarium im 36. Kapitel und durch das Stichwortregister im 37. Kapitel einen einfachen und schnellen Zugang zu den einzelnen Themen.

Als Quellen habe ich alle mir zur Verfügung stehenden Publikationen und Medien von „Bibel“ über „Google“ bis „Wikipedia“ verwendet, wobei ich allerdings – ich bitte um Verständnis – aus Platzgründen nur die wichtigsten Fundstellen habe zitieren können.

Nun wünsche ich Euch genauso viel Freude und Erkenntnisgewinn bei der Lektüre, wie mir das Schreiben bereitet hat. Ich verspreche Euch: Es lohnt sich! Denn gern folge ich dem Verständnis von Richard David Precht in der Einleitung seines Buches „Erkenne die Welt – Eine Geschichte der Philosophie, Band 1“: „Philosophieren ist das Schärfen unseres Instruments des Denkens in der Hoffnung, die begrenzte Zeit unseres Daseins ein wenig bewusster zu erleben. Und sei es auch nur, um zu verstehen, was wir nicht verstehen.“

Schon jetzt freue ich mich auf alle Kommentare und Anregungen an meine Email-Adresse: „gerhard@picot.de“; meine sonstigen Daten finden sich unter „picot.de“.

Mit besten Grüßen verbleibe ich

Gerhard Picot

Inhaltsübersicht

DIE WELTGESCHICHTE ALLES vom Urknall bis zur heutigen Welt aus den Fugen ISBN 978-3-00-056744-5

Nun möchte ich als kurzen Überblick noch sagen, dass ich diese Weltgeschichte aufgrund ihres Umfanges in VIII Bände aufgeteilt habe:

Band I

„Speed-Dating – Die Weltgeschichte im Zeitraffer“

Wie schon dargestellt bietet Euch das 1. Kapitel „Weltgeschichte im Speed-Dating“ einen chronologischen und zeitrafferartigen Streifzug durch die wichtigsten Etappen der Geschichte vom Urknall bis zur heutigen Welt in Unordnung, – ganz nach dem Motto: Maximales Wissen mit minimalem Aufwand!

1. Kapitel
Weltgeschichte im Speed-Dating – Die Weltgeschichte vom Urknall bis zur heutigen Welt in Unordnung im Zeitraffer – S. 21

Band II

„Der Urknall als größtes Weltwunder und die Ausdehnung und das Erwachen des Universums bis zur Spätantike“

Den Urknall als größtes Weltwunder und die Ausdehnung und das Erwachen des Universums bis zur Spätantike habe ich mit allen Erkenntnissen der modernen Wissenschaft und Forschung vom 2. bis 14. Kapitel dargestellt. Dabei geht es um die Entstehung und Evolution des Universums mit Materie, Energie, Raum und Zeit seit 13,82 Mrd. Jahren, die Formung unseres Sonnensystems und unserer Erde vor 4,6 Mrd. Jahren, das Entstehen von organischen Strukturen, des Lebens und des modernen Menschen „Homo sapiens“ seit 160.000 Jahren über die griechische Antike und die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches bis zur Spätantike im 4. bis 8. Jh.

2. Kapitel
Das größte "Weltwunder": Die Entstehung und Ausdehnung unseres Universums mit 1.000 Milliarden Galaxien und jeweils 100 Milliarden Sternen sowie unserer Milchstrasse durch einen "Urknall" (seit 13,82 Mrd. Jahren) – S. 63

3. Kapitel
Die Entstehung unseres Sonnensystems und unserer Erde am Seitenarm unserer Milchstrasse bzw. Galaxis in einer "sehr guten habitablen Wohnlage und Betriebstemperatur" (vor 4,6 Mrd. Jahren) – S. 255

4. Kapitel
Die Entstehung der Erde im Zeitalter des sichtbaren Lebens (seit 541 Mio. Jahren) – S. 735

5. Kapitel
Die Entstehung der Menschheit von Altsteinzeit bis Eisenzeit und die "Out-of-Africa"Theorie (vor 2,8 Mio. Jahren – 700 v. Chr.) – 873

6. Kapitel
Die frühen Hochkulturen und die Überführung der Urgeschichte in die Weltgeschichte (7000 – 200 v. Chr.) – S. 1010

7. Kapitel
Die Entstehung der großen Weltreligionen (7000 v. Chr. – 632) – S. 1207

8. Kapitel
Das griechische Altertum und das antike Griechenland (1300 – 146 v. Chr.) – S. 1471

9. Kapitel
Assyrien, das erste iranische Meder-Reich, Babylonien und das persische Achämenidenreich als erste Großreiche der Geschichte (728 – 280 v. Chr.) – S. 1531

10. Kapitel
Die Entstehung der Kelten (Gallier), Germanen und Römer aus einem gemeinsamen "Grundvolk" – S. 1592

11. Kapitel
Das Römische Reich (1200 v. Chr. – 476) – S. 1651

12. Kapitel
Das Reich der Seleukiden und der Parther als Rivalen Roms (250 v. Chr. 600) – S. 2111

13 Kapitel
Das Reich der neupersischen Sassaniden als einziger gleichrangiger und schließlich tödlicher Konkurrent Roms (224 – 651) – S. 2116

14. Kapitel
Die Völkerwanderung in Europa und der Zerfall der Westhälfte des Römischen Reiches in 3 politische Gebilde: Das Oströmisch-Byzantinische Reich, die Kalifate der muslimischen Araber sowie das Frankenreich (400 – 800) – S. 2121

Band III

„Das Mittelalter zwischen Antike und Neuzeit sowie die Geburt Europas mit Humanismus, Renaissance, Reformation und Buchdruck“

Das Ende der Antike und das Mittelalter zwischen Antike und Neuzeit mit seinem Früh-, Hoch- und Spätmittelalter (568-1500), d.h. die Christianisierung der Römischen Reiches und der Zerfall des Römischen Reiches in 3 politische Gebilde: das oströmische bzw. byzantinische Reich, die Kalifate und Reiche der muslimischen Araber und das Frankenreich, sind im 15. Kapitel beschrieben. Die Geburt Europas im Mittelalter in der Zeit zwischen der Antike und der Neuzeit, seine 6 Entwicklungsstufen von den Invasionen und der Ansiedlung der Barbaren im ehemaligen Römischen Reich zwischen dem 4. und 8. Jh. bis zur Erschütterung der prä-europäischen Strukturen durch die Krisen des 14. und 15. Jh.s, bis hin zum Ende des Mittelalters und der „frühen Neuzeit“ in Europa mit Humanismus, Renaissance, Reformation und Buchdruck in der Zeit von 1501 bis 1600 sind im 15. bis 18. Kapitel dargestellt.

15. Kapitel
Das Ende der Antike und der Beginn der Neuzeit in der "Zwischenzeit" des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters (568 – 1500) – S. 2238

16. Kapitel
Die Geburt Europas im Mittelalter und seine 6 Entwicklungsstufen – S. 2274

17. Kapitel
Das 15. Jahrhundert: Die Bruchstelle zwischen dem Spät-Mittelalter und der Neuzeit, das neue Weltbild des Humanismus und der Beginn der Renaissance (01.01.1401 – 31.12.1500) – S. 3063

18. Kapitel
Das 16. Jahrhundert: Das Ende des Mittelalters udn die "Frühe Neuzeit" in Europa: Renaissance, Reformation und Buchdruck (01.01.1501 – 31.12.1600) – S. 3303

Band IV

„Das Ende der mittelalterlichen Feudalordnung, das Europa der Könige, das Zeitalter der Kriegskatastrophen und der Revolutionen, der Deutsche Staatenbund unter preußischer Vorherrschaft sowie die Kaiser der Hohenzollern im Heiligen Römischen Reich und Deutschen Kaiserreich und der Beginn des Kapitalismus und des Imperialismus im 17. bis 19. Jh.“

Vom Ende der mittelalterlichen Feudalordnung, dem Europa der Könige, der deutsche Kleinstaaterei, den Türken vor Wien, der Französische Revolution und der Machtergreifung Napoleons im 17. und 18. Jahrhundert bis hin zum Ende des Zeitalters der Revolutionen und dem Beginn des Zeitalters des Kapitals und des Imperialismus im 19. Jahrhundert berichten die Kapitel 19 bis 21. Die Kapitel 22 bis 24 beschreiben dann die Gründung des Deutschen Bundes als Staatenbund auf dem Wiener Kongress (08.06.1815 – 1866), die Gründung des Norddeutschen Bundes als Bundesstaat anstelle des aufgelösten Deutschen Staatenbundes unter preußischer Vorherrschaft (01.07.1867) sowie die Kaiser der Hohenzollern im Heiligen Römischen Reich und Deutschen Kaiserreich (18.01.1871 – 1918) und der Beginn des Kapitalismus und des Imperialismus im 19. Jh.

19. Kapitel
Das 17. Jahrhundert: Die Kriegskatastrophe, das Ende der mittelalterlichen Feudalordnung, die Nationalstaaten, die deutsche Kleinstaaterei und die Türken vor Wien (01.01.1601 – 31.12.1700) – S. 3975

20. Kapitel
Das 18. Jahrhundert: Die Aufklärung, die Moderne in Europa, die Französische Revolution und die Machtergreifung Napoleons (01.01.1701– 31.12.1800) – S. 4255

21. Kapitel
Das 19. Jahrhundert: Das Ende des Zeitalters der Revolutionen, das Zeitlater des Kapitals und des Imperialismus (01.01.1801– 31.12.1900) – S. 4666

22. Kapitel
Die Gründung des Deutschen Bundes als Staatenbund auf dem Wiener Kongress
(08.06.1815 – 1866) – S. 4887

23. Kapitel
Die Gründung des Norddeutschen Bundes unter preußischer Vorherrschaft
als Bundesstaat anstelle des aufgelösten Deutschen Staatenbundes
(01.07.1867) – S. 5515

24. Kapitel
Die Kaiser der Hohenzollern im Heiligen Römischen Reich und Deutschen Kaiserreich (18.01.1871 – 1918) – S. 5548

Band V

„Das 20. Jh., der Erste Weltkrieg, das Ende des deutschen Kaiserreiches und die Weimarer Republik als erste parlamentarische Demokratie in Deutschland, das „Dritte Reich“, die nationalsozialistische Diktatur und der Zweite Weltkrieg (1918 –1945)“

Das 20. Jahrhundert, der Erste Weltkrieg (28.07.1914 – 11.11.1918), das Ende des deutschen Kaiserreiches und die Weimarer Republik als erste parlamentarische Demokratie in Deutschland bis zur Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler (09.11.1918 – 30.01.1933), das „Dritte Reich“, die NS-Machtergreifung und die nationalsozialistische Diktatur (1933 – 1945) sowie der Zweite Weltkrieg (01.09.1939 – 08.05.1945) sind Gegenstand der Kapitel 25 bis 30.

25. Kapitel
Das 20. Jahrhundert – S. 5786

26. Kapitel
Der Erste Weltkrieg (28.07.1914 – 11.11.1918) – S. 5896

27. Kapitel
Das Ende des deutsche Kaiserreiches und die Weimarer Republik als erste parlamentarische Demokratie in Deutschland bis zur Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler (09.11.1918 – 30.01.1933) – S. 6321

28. Kapitel
Die "Weimarer Republik" und die "Weimarer Reichsverfassung" als erste demokratische Verfassung Deutschlands bis zur Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler (14.08.1919 – 30.01.1933) – S. 6395

29. Kapitel
Das "Dritte Reich", die NS-Machtergreifung und die nationalsozialistische Diktatur (30.01.1933 – 08.05.1945) – S. 6679

30. Kapitel
Der Zweite Weltkrieg (01.09.1939 – 08.05.1945) – S. 6777

Band VI

„Die Friedenszeit nach dem Zweiten Weltkrieg, der Kalte Krieg bis zu unserer heutigen in Unordnung geratenen Welt“

Die Friedenszeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Berliner Mauer (08.05.1945 – 09.11.1989), der Kalte Krieg und die glückliche Übergangsphase sowie die ersten 20 Jahre des 21. Jahrhunderts bis zur heutigen Welt in Unordnung (01.01.2001 – 31.12.2020) habe ich in den Kapiteln 31 bis 33 dargestellt.

31. Kapitel
Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Berliner Mauer (08.05.1945 – 09.11.1989) – S. 7558

32. Kapitel
Der Fall der Berliner Mauer und die glückliche Übergangsphase (09.11.1989 – 27.02.2014) – S. 8146

33. Kapitel
Das 21. Jahrhundert: Seine ersten 19 Jahre (01.01.2001 – 31.12.2019) – S. 8286

Band VII

„Die Brennpunkte unserer heutigen aus den Fugen geratenen Welt“

Die Betrachtung der Brennpunkte unserer heutigen komplexen und aus den Fugen geratenen Welt mit dem bedrückenden Fazit unserer Welt als ein in vielen Gebieten immer zündelndes Pulverfass und der Bedrohung des Weltfriedens durch einen „Weltenbrand“ findet sich im 34. Kapitel.

34. Kapitel
Die Verknüpfung der Geschichte mit den Brennpunkten der aktuellen Weltpolitik in unserer heutigen aus den Fugen (01.01.2020) – S. 9844

Band VIII

„Phantasia – Über die Würde des Menschen“

Im letzten, dem 35. Kapitel philosophiere und phantasiere ich schließlich über die Würde der Menschen. Als Optimist hoffe ich , dass Mahatma Gandhi (*1869; †1948) nicht Recht hatte, als er gesagt hat: „Die Geschichte lehrt den Menschen, dass die Geschichte den Menschen nichts lehrt.“ Immerhin hat er mich aber inspiriert zu meinen 10 Phantasien für eine bessere Welt. Immerhin hat er mich aber inspiriert zu meinen 10 Phantasien für eine bessere Welt.

35. Kapitel
Die Würde des Menschen und meine 10 Phantasien für eine bessere Welt – S. 10826

36. Kapitel
Inhaltsverzeichnis mit Kalendarium – S. 10917

37. Kapitel
Stichwortregister – S. 11172

Wie bereits eingangs erwähnt, erhaltet Ihr durch diese Inhaltsübersicht, das detaillierte Inhaltsverzeichnis mit Kalendarium im 36. Kapitel (S. 10917) sowie das Stichwortregister im 37. Kapitel (S. 11172) einen einfachen und schnellen Zugang zu den einzelnen Themen.

Herausgeber und Autor

Prof. Dr. Gerhard Picot




Prof. Dr. Gerhard Picot ist seit 2004 Senior-Partner der PICOT Rechtsanwaltskanzlei. Bis dahin war er seit 1979 Partner der internationalen Anwaltssozietät Freshfields. Eine Expertenjury der WirtschaftsWoche und das Handelsblatt haben ihn mehrfach als einen der renommiertesten deutschen Anwälte im Fachgebiet Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions – M&A) sowie Familien- und Mittelstandsunternehmen ausgezeichnet.

Zugleich war und ist er Vorsitzender bzw. Mitglied zahlreicher Aufsichtsräte und Beiräte. Parallel dazu war er von 1998 bis 2003 Honorarprofessor an der Privaten Universität Witten-Herdecke und von 2004 bis 2009 an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Wiesbaden, wo er auch einen „Excellence Award Teaching“ erhielt. Prof. Picot ist Herausgeber und Autor einer Vielzahl wirtschaftsrechtlicher und wirtschafts­wissenschaftlicher Publikationen. Seine Freizeit widmet er dem Sport, der Musik und Literatur; vor allem aber der Philosophie, d.h. dem Streben nach dem Verständnis des Universums sowie der Stellung des Menschen in der Welt, und als Hobby-Historiker seinem Faible, der Welt- und Rechtsgeschichte.

0172 – 25 22 44 0
gerhard@picot.de
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Angaben gemäß § 5 TMG

Prof. Dr. Gerhard Picot
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80805 München-Schwabing

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Quelle: eRecht24